Mein Herz schlägt links
Mein Herz schlägt links
Mein Herz schlägt links
Mein Herz schlägt links

Mein

Links

Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren.
(Adlai E. Stevenson)

„Eine bessere Welt wird sichtbar, wenn der verblendete Gehorsam aufgebrochen wird und sich in echte zwischenmenschliche Empathie verwandelt.“

 Aus: Arno Gruen, Wider den Gehorsam

Hinweis:

Liebe Besucher dieser Seite,

Unsere Veranstaltungen des RotFuchs Rostock und auch die von der Regionalgruppe Rostock ausgehenden Aktivitäten können Sie stets aktuell auf dieser Seite erfahren. Dabei ist zu beachten, dass chronologisch von Beginn des Jahres von oben nach unten alle Aktivitäten ersichtlich sind, bishin zu den bereits feststehenden Bildungsveranstaltungen- die man mit Referenten, Thematik, Ort und Zeit der geplanten Veranstaltung sich vormerken kann.

 

RotFuchs Förderverein e.V.

Regionalgruppe Rostock

Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2017, wo die Regionalgruppe Rostock mit zahlreichen Bildungsveranstaltungen und weiteren Aktivitäten, wichtige Akzente in der politischen Aufklärung setzen konnte, wollen wir auch für das Jahr 2018 mit verschiedene Veranstaltungen unseren Bildungsauftrag lt. Satzung umsetzen. Dazu laden wir alle interessierten Bürger herzlichst ein, wo nach einem Eingangsreferat, daran anschließend gemeinsam themenbezogen diskutiert werden kann..

Auf der Homepage des RotFuchs Förderverein e.V. www.rotfuchs.net kann man sich vielfältig informieren.

Da der RotFuchs Förderverein e.V. ein parteipolitisch unabhängiger Verein ist und wir uns nur durch Mitgliedsbeiträge und Spenden sowie ehrenamtlicher Arbeit organisieren, freuen wir uns über jede solidarische Spende zur Absicherung unserer Veranstaltungen,  von Ihnen!

 

Carsten Hanke

Vorsitzender Regionalgruppe Rostock des RotFuchs Förderverein e.V.

Hinweis:

Unsere erste RotFuchs - Bildungsveranstaltung im Jahr 2018 wird unterstützt vom

- Rostocker Friedensbündnis

- Kommunistische Plattform(KPF) Die Linke. MV

- Verein zur Pflege der Tradition der NVA und den Grenztruppen der DDR

- Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) Landesverband  MV

- Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend(SDAJ) MV

- Gesellschaft zur Rechtlichen Humanitären Unterstützung (GRH) MV     

- RotFuchs Förderverein e.V. Regionalgruppen MV (Güstrow, Wismar,

  Schwerin, Neubrandenburg, Rügen-Nordvorpommern, Teterow, 

  Nord-Ostvorpommern)

- Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemahliger

  Angehöriger bewaffneter Organe und der Zollverwaltung der DDR e.V.

  Landesverband MV (ISOR)

 

- Torsten Koplin Landesvorsitzender DIE LINKE.- MV

 

- Wenke Brügdam Landesvorsitzende DIE LINKE.- MV

 

                                           

 

 

                                      Förderverein e. V.    Regionalgruppe  Rostock                                                         Einladung  

           zu unserer Bildungsveranstaltung brgrüßen wir

     die Delegation aus Venezuela mit:   

        William Castillo, Vize Außenminister Venezuela.

      Prof. Luis Brito Gracia, PSUV Venezuela

      Prof. Vladimir Acosta, Geschichtswissenschaftler Venezuela

      Dr. Carolus Wimmer Venezulanischer Abgeordneter des

                               Lateinamerikanischen Parlaments „Parlatino“  

      Igor Castillo, Zentralrat der kommunistischen Jugend Venezuela

                          zum Thema:

Die aktuelle Situation in Venezuela im Hinblick auf mögliche vorgezogene Präsidentschaftswahlen im Land und der kriegerischen Androhung durch die USA“

 

Montag, den 15.Januar 2018 ,   

 

Beginn: 16.00 Uhr    

       

     - Stadtteilbegegnungszentrum (SBZ)– Toitenwinkel-

 

                        Olaf Palme Str. 26,  18147 Rostock

 

  • Eintritt -                                          - Spenden erwünscht –

                                  - Der Vorstand -

Von links gesehen hatten im Präsidium platz genommen Prof.Vladimir Acosta, parteiunabhängiger in Venezuela sehr geschätzter Gesellschaftswissenschaftler, Dr. Carolus Wimmer Abgeordneter des lateinamerikanischen Parlaments "Parlatino", William Castilo- Vizeaqussenminister Venezuela, Carsten Hanke - Vorsitzender Regionalgruppe Rostock des RotFuchs Förderverein e.V. und dr Jugendvertreter der PSUV Jorge Perez.

Mit einem sehr interessanten Vortrag, der mit einer Bilddokumentation auch visuelle Unterstützung erhielt, konnten die anwesenden Gäste viele Hintergrundinformationen über die Situation in Venezuela erfahren,die von den einheimischen Medien vorenthalten werden oder gar Unwahr vermittelt werden.

ZumAbschluss der Veranstaltung kam es zwischen uns den Veranstalter und unseren Gästen aus Venezuela zu sehr bewegenden und zugleich unvergesslichen herzlichen Momenten.

Zum Programm mit unserer Delegaion aus Venezuela gehörte auch ein gemeinsames Abendessen in einer Rostocker Gaststätte, welches in einer sehr freundschaftlichen Atmosphähre stattfand.

Obwohl die Mentalität der Venezuelaner mit unserer nicht vergleichbar ist,so hatten alle Teilnehmer aus Venezuela wie auch aus Rostock das Gefühl, als kennt man sich schon ewig.

Vielleicht liegt es auch in der gleichen politischen Überzeugung begründet?!

Das es sehr hübsche Venezulaner gibt, beweisst u.a. auch dieses Foto

                                           

 

 

                          Förderverein e. V.    Regionalgruppe  Rostock

                        Einladung

 zu unserer Bildungsveranstaltung brgrüßen wir

     Volker Hermsdorf

         (freier Juornalist und mehrfacher Buchautor)     

                           zum Thema:

Kuba macht es vor:Solidarisch für das Recht auf Gesundheit weltweit“

(Vostellung und Diskussion des gleichnamigen Buches zum Gesundheitswesen in Kuba, wo die Gesundheit des Bürgers im Mittelpunkt steht und nicht zur Erzielung von Maximal Profiten dient)

          Sonnabend, den 27.Januar 2018  

                    Beginn: 10.00 Uhr            

            - Mehrgenerationenhaus -  Evershagen (MGH) –

                   Maxim-Gorki-Str. 52, 18106 Rostock

-Wir bitten zur Absicherung der Veranstaltung um eine Spende-

Regionalgruppe Rostock des „RotFuchs“-Fördervereins e. V. 

                   

  • Der Vorstand -

RF-Veranstaltung mit Volker Hermsdorf am 27. Jan. 2018-02-25

 

„ Gesundheitswesen der Republik Cuba“

 

Genossen Hermsdorf behandelte die Entwicklung des Gesundheitswesens in Verbindung mit der sozialistischen Revolution. Gesundheit ist in Cuba Verfassungsrecht (Artikel 9) und für jeden Bürger sind die gesundheitlichen Einrichtungen sowie die medizinische Vorsorge kostenlos.

Es wurde das Prinzip des Familienarztes durchgesetzt, d. h. die Ärzte besuchen regelmäßig und vorsorglich  die Patienten.274 Einwohner werden von einem Arzt betreut.

Die Ärzteausbildung ist vorbildlich, auch Ausländer besuchen die medizinischen Bildungseinrichtungen. Leider wird durch die USA die Abwerbung von medizinischen Personal betrieben.

Mit Hilfe der DDR wurde eine pharmazeutische Industrie aufgebaut. Gegenüber dem Nachbarn USA und anderen südamerikanischen Staaten ist das Gesundheitswesen vorbildlich. Die USA blockieren die Lieferung von Medikamenten an Cuba.

Medizinische Geräte werden aus der Schweiz importiert. Die Schweiz ist auf diesem Gebiet ein aktiver Partner und Helfer für Cuba, darunter auch Privatpersonen.

Das sozialistische Cuba als  kleines und armes Land hilft uneigennützig in Afrika, Südamerika und Haiti. Das Prinzip „Es muss sich rechnen“ kommt hier nicht zur Anwendung.

Abschließend informierte der Referent über die Vorbereitung der Parlamentswahlen am 19. April 2018.

In der Diskussion wurde an den Rostock Besuch von Fidel Castro 1972 erinnert.

Volker Hermsdorf ist an einem Kontakt mit Prof. Klinkmann interessiert, um mit ihm  zum Thema Nierentransplantation ein Gespräch zu führen. Hier hat der Professor auch in Cuba viel geleistet.

Es gab einen herzlichen Kontakt mit Frau Hermsdorf,die aus Cuba stammt und ihren Mann zum Vortrag begleitete.

                                           

                          Förderverein e. V.    Regionalgruppe  Rostock

                        Einladung

 zu unserer Bildungsveranstaltung brgrüßen wir

         Dr. Arnold Schölzel

         (Vorsitzender des RotFuchs Fördervereins e.V.,

          ehemalige Chefredakteur der jungen Welt)

                          zum Thema:

Die besondere Bedeutung und Verantwortung des RotFuchs Fördervereins e.V. im Karl Marx- Jahr 2018“

(Auswertung und Schlussfolgerungen der Bundesmitgliederversammlung des RotFuchs Förderverein e.V.)

          Freitag, den 23.Februar 2018  

                    Beginn: 15.00 Uhr           

            - Mehrgenerationenhaus -  Evershagen (MGH) –

                   Maxim-Gorki-Str. 52, 18106 Rostock

-Wir bitten zur Absicherung der Veranstaltung um eine Spende-

Regionalgruppe Rostock des „RotFuchs“-Fördervereins e. V. 

                  

  • Der Vorstand -

Veranstaltung mit Gen. Arnold Schölzel, Vorsitzender des Fördervereins „Rotfuchs“ e.V.

am 23.Februar 2018   

 

Thema:                  Verantwortung des RF - Fördervereins im Karl-Marx-Jahr  

Der Vortrag war in 5 Komplexe gegliedert und hatte folgenden Inhalt:

  1. Der Internationalismus – ein Erbe der DDR, dem  der RF und auch die „Junge Welt“ stets verpflichtet sind.
  2. Die internationale Lage heute und die Veränderungen seit 1990

Nach der Konterrevolution haben wir es mit einem Schub von Entsolidarisierung zu tun. Soziale Systeme wurden zerschlagen, Pöbelei, Hass und Beleidigungen im Internet gehören zum Wesen der kapitalistischen Ordnung.

  1. Die Kriegsgefahr nimmt zu. Die weltweit herrschende kapitalistische Klasse hat Interesse am Krieg bis hin zum Einsatz vom Atomwaffen. Gegen Russland wird aufgerüstet, man wartet auf die „ Zeit nach Putin“. Der Koalitionsvertrag beinhaltet keine Aktivitäten zur Erhaltung des Friedens, die Hochrüstung geht weiter. Andererseits haben sich Blütenträume vom Ende der Geschichte seit 1990 nicht erfüllt. Die rasante Entwicklung der VR China zur Weltmacht wurde nicht vorausgesehen.
  2. Der deutsche Imperialismus beginnt von Neuem einen Anlauf auf einen Platz an der Sonne. Die Migrationsbewegungen in der Welt werden andererseits nicht beherrscht.
  3. Die Linke befindet sich in schwerem Fahrwasser. Unzufriedenheit und desolate Zustände schlagen in der Regel nach „Rechts“ aus. Die geforderte „linke Sammlungsbewegung“ ist möglich, aber zur zeit wenig realistisch. Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist nicht überwunden. Sie steht drohend über dem gesamten kapitalistischen System.

 

Der Rotfuchs und die Junge Welt werden ihre Arbeit gegen das imperialistische System, vor allem gegen die Kriegsgefahr konsequent fortsetzen. Solange die Verunglimpfung der DDR „Chefsache“ der Regierung ist, werden wir an der Bewahrung des Erbes des ersten deutschen Arbeiter – und Bauernstaates fest halten.

Die Diskussion bestätigte die Ausführungen des RF-Vorsitzenden. Sie wird in den nächsten Veranstaltungen mit Genossen Blessing und Krenz fortgesetzt.

 

Jürgen Kloß

Der Stellv.Vorsitzende der Regionalgruppe Rostock des RotFuchs Jürgen Kloß(Bildmitte) vor Beginn der Veranstanstung mit demehemaligen Cheffredakteur der einzigen linken Tageszeitung in der BRD der "jungen Welt" und Bundesvorsitzender des RotFuchs Förderverein e.V.

Jürgen Kloß (stehend) bei der Begrüßung und Einstimmung auf die Bildungsveranstaltung mit Dr. Arnold Schölzel

                                           

                          Förderverein e. V.    Regionalgruppe  Rostock

                        Einladung

 zu unserer Bildungsveranstaltung brgrüßen wir

         Dr. Klaus Blessing

         (Wirtschaftswissenschaftler und mehrfacher Buchautor)     

                           zum Thema:

Der 200. Geburtstag von Karl Marx 2018 und 95 Thesen gegen die herrschende Ordnung-Widerspruch oder Übereinstimmung?“

(Vostellung und Diskussion des gleichnamigen Buches von Dr. Klaus Blessing`s Buch „95 polemische Thesen gegen die herrschende Ordnung“)

          Donnerstag, den 22.März 2018  

                    Beginn: 15.00 Uhr           

            - Mehrgenerationenhaus -  Evershagen (MGH) –

                   Maxim-Gorki-Str. 52, 18106 Rostock

-Wir bitten zur Absicherung der Veranstaltung um eine Spende-

Regionalgruppe Rostock des „RotFuchs“-Fördervereins e. V. 

                  

  • Der Vorstand -

Dr. Klaus Blessing kurz vor Beginn der Bildungsveranstaltung in Rostock beim RotFuchs.

Auf seiner letzten RotFuchsveranstaltung wurde Dr. klaus Blessing von seiner lieben Ehefrau begleitet, die ihn stets unterstützt hat wie hier mit dem Buchverkauf.

Gemeinsam mit dem Regionalvorsitzenden Carsten Hanke des RotFuchs Rostock, war das Präsidium komplett.

Bericht zur Rotfuchs-Veranstaltung am 22. März  2018

von Carsten Hanke

 

Auf der Bildungsveranstaltung des RotFuchs in Rostock, konnte der Vorsitzende Carsten Hanke aufgrund seines Unfalles im Januar, nach 8 Wochen krankheitsbedingter Abwesenheit, einen langjährigen Freund des RotFuchs wieder begrüßen, Dr. Klaus Blessing.

 

Dr. Klaus Blessing ist bei den Mitgliedern und Gästen des RotFuchs durch seine vielen Bücher und Schriften sehr bekannt und so erübrigte sich auch eine personelle Vorstellung des heutigen Referenten. Zunächst gab der Referent bekannt, dass er aufgrund seines hohen Alters, aber auch substanziell seiner abgearbeiteten Themen, keiner weiteren Rotfuchs Veranstaltungen mehr als Referent zur Verfügung stehen wird.

 

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen zum Thema „200. Geburtstag von Karl Marx 2018 und 95 Thesen gegen die herrschende Ordnung - Widerspruch oder Übereinstimmung“ machte Dr. Klaus Blessing deutlich, dass mit seinem Buch der 95 Thesen, diese angelehnt an Luthers bekannte Schrift entstanden sind. Mit diesen Thesen, die neben faktenreichen Materialien vor allem auch Visionen enthalten, sollen diese neben seiner bekannten provokanten Schreibweise, in erste Linie zum Nachdenken anregen. Dem Autor ist bewusst, dass seine Thesen nicht überall und bei jedem auf Zustimmung stoßen und er stets bereit ist, darüber eine konstruktive Diskussion zu führen, welche dann auch im Anschluss an seinen Vortrag folgte.

Weil seine Thesen in Bezug auf das „Karl-Marx-Jahr“ thematisiert werden sollen, hatte der unermüdliche Autor Klaus Blessing eine Ergänzung geschrieben, die zudem in Eigendruck vor Ort verteilt worden ist, um auch im Nachgang zur Veranstaltung sich mit der Thematik zu befassen. Dieses Papier unter der Losung „Nicht Rückwärts zu Marx sondern vorwärts mit Marx“, enthält wichtige Zitate von Marx und Engels, die für die heutigen aktuellen politischen Probleme angewendet werden könnten/sollten. Auf dieser Grundlage der Klassiker hat der Autor Dr. Klaus Blessing
4 Schlussfolgerungen aufgestellt, die nicht nur unter Linken generell zu diskutieren sind, sondern im Ergebnis dieser Diskussion auch wegweisend sein könnten, die gesellschaftliche Alternative zum Kapitalismus in der Bevölkerung attraktiv zu vermitteln.

Unstrittig in der Position von Dr. Klaus Blessing und den anwesenden Gästen ist die Position von Karl Marx im kommunistischen Manifest, dass die Enteignung des Privateigentums die Schlüsselaussage ist, um in der heutigen Zeit überhaupt erfolgreich eine gesellschaftliche Veränderung vom bestehenden Kapitalismus zum Sozialismus erfolgreich zu bestreiten. In der Diskussion dazu wurde auch deutlich, dass die Enteignung des Privateigentums in erster Linie für jene Bereiche unumgänglich ist, die für die Existenz der Menschheit und des gesellschaftlichen Lebens notwendig sind. Das ist die Enteignung des privaten Finanzwesens generell, alle Bereiche der Daseinsvorsorge, wie gesellschaftliches Eigentum von der Wasserversorgung, Stromversorgung, Bildungswesen (von Kita bis zum Studium), Wohnraumversorgung, medizinische Betreuung usw.

Ganz wichtig dabei ist auch, dass die bestehende Rüstungsindustrie abgeschafft wird.

 

In der Diskussion wurden u.a. die Probleme thematisiert, dass die Bevölkerung im Bewusstsein dahingehen erzogen werden muss, dass sie nicht wie bisher als „Konsumtrottel“ fungieren soll, sondern bewusst jene Produkte erwirbt, die zum Lebensunterhalt notwendig sind.

Auch die Thematik der Arbeitsproduktivität spielte ebenso eine wichtige Rolle in der Diskussion.

Erneut wurde in der Diskussion auch deutlich, dass Dr. Klaus Blessing zur Einschätzung der Entwicklung in China, hier keinen sozialistischen Weg erkennt. Da steht er im vielfachen Widerspruch zur Meinung bei den Gästen aber auch zur Position von namhaften Politikern, Diplomaten usw.

 

Eine wichtige Frage in der Diskussion spielte der Fakt, welche Kräfte sollen in der gegenwärtigen politischen Lage für die notwendigen Veränderungen sorgen.

Dazu wurde festgestellt, dass die bestehende Linkspartei weder ein Konzept besitzt, diese gesellschaftlichen Veränderungen umzusetzen, noch vom Bewusstsein und personell in der Lage dazu ist. Auch die DKP selbst ist durch ihre innerparteiliche Situation und personell nicht in der Lage, für die notwendigen Veränderungen zu sorgen. Schlussfolgernd daraus besteht nur die Chance auf gesellschaftliche Veränderungen, wenn all jene linksorientierten Kräfte vereint werden und dass jene Kräfte dazu geführt werden, die nicht zur privilegierten Arbeiterklasse gehören. Hinzu kommt der schon mahnende Fakt, sich nicht in Nostalgie zu verfangen, sondern stets auf der Grundlage von Marx die aktuelle Lage jederzeit aufs Neue zu bestimmen.

 

Nicht nur die Thematik an sich versprach eine interessante Veranstaltung, sondern der Vortrag selbst mit der Diskussion führten beim Referenten wie anwesenden Gästen zu neuen Denkansätzen.

 

 

Die zahlreichen Gäste nahmen die die vielen Informationen nicht nur wohlwollend auf, sie waren auch Grundlage einer konstruktiven Diskussion, die dem Vortrag folgte.

Stets zuverlässig agieren Vorstandsmitglieder des RotFuchs Rostock in der Vorbereitung und Durchführung der Bildungsveranstaltungen. Gut sichtbar konnte jeder Gast interessante Informationen vom RotFuchs selbst aber auch von anderen Vereinen und Organisationen mit denen der RotFuchs zusammenarbeitet, mitnehmen.

Wie schon  im Jahr 2016, so nahm auch dieses Jahr die Regionalgruppe des RotFuchs Förderverein e.V. Rostock im Rahmen des Ostermarktes einen Tag lang an der Präsentation ihres Vereins teil.

Von der Großmarkt GmbH Rostock, wird regelmäßig eine Vereinshütte zur kostenlosen Nutzung bereitgestellt.

Neben unseren Veranstaltungsterminen für April und Mai 2018 lagen auch weitere Materialien als Info für die interessierten Gäste zum mitnehmen bereit.

Ebenso lagen Unterschriftenlisten für das Abrüsten bereit.

Ostermarsch-Friedensmarsch 2018

                   in Rostock

An historischer Städte, dem Denkmal "der Revolutionären Matrosen" von 1918 fand der Beginn des diesjährigen Ostermarsches im Zeichen für den Kampf um  Frieden und Abbrüstung statt. Unter organisatorischer Federführung des Rostocker Friedensbündnisses, hatten sich zahlreiche Parteien und Organisationen an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt.

Trotz ungemütlicher Wetterlage fanden sich ca.150 Friedenskämpfer vor Ort zur Demo ein.

Mit Redebeiträgen von verschiedenen Organisationen wurde nicht nur ein informatives abwechslungsreiches Programm geboten, es machte auch auf die große Kriegsgefahr aufmerksam.

Die Rednerin Eva Maria Kröger von der Linkspartei, die u.a. in der Rostocker Bürgerschaft und im Landtag von MV sitzt, schilderte die Zusammenhänge der kriegerischen Aktivitäten von der Bundespolitik bis zur Kommunalpolitik.

Das Rostocker Friedensbündnis, welches an mehren historischen Station entlang den diesjährigen Ostermarsch organisierte, wurde von der Partei Die Linke, der DKP, der MLPD, den Organisationen wie ISOR, Zur Pflege der Tradition der NVA und der Grenztruppen der DDR, der VVN bdA Rostock und dem RotFuchs Förderverein e.V. Regionalgruppe Rostock unterstützt und zahlreichen weiteren Bürgern der Hansestadt Rostock.

Ernst Thälmann - Gedenken

Dieses Jahr fanden sich erneut Vertreter verschiedener Organisationen, Vereine und Parteien wie DKP, Die Linke, ISOR, Rostocker Friedensbündnis, VVN bdA Rostock, Verein zur Pflege der Tradition der NVA und der Grenztruppen der DDR wie der RotFuchs Förderverein e.V. Regionalgruppe Rostock zur einer von der Linkspartei organisierten Ehrung Ernst Thälmann aus Anlass seines Geburtstages in Rostock, Ernst Thälmann Str. ein.

                                           

 

 

                                      Förderverein e. V.    Regionalgruppe  Rostock

                        Einladung

 zu unserer Bildungsveranstaltung begrüßen wir

             Egon Krenz

         (ehemalige Staatsratsvorsitzender der DDR und

         SED-Generalsekretär sowie Buchautor )

                          zum Thema:

        „China – wie ich es sehe“

          (Buchlesung+Diskussion)

          Donnerstag, den 19. April 2018  

                    Beginn: 17.00 Uhr 

                   Eintritt: frei            

            - Mehrgenerationenhaus -  Evershagen (MGH) –

                   Maxim-Gorki-Str. 52, 18106 Rostock

 

-Wir bitten zur Absicherung der Veranstaltung um eine Spende-

Regionalgruppe Rostock des „RotFuchs“-Fördervereins e. V.

 

                        -Der Vorstand -

Zum Beginn der Veranstaltung wurde durch den Gast Reinhard Kupetz(links) Egon Krenz noch nachträglich zum Geburtstag gratuliert. Genau vor einen Monat wurde Egon Krenz 81.Jahre alt und Reinhard Kupetz, der am gleichen Tag Geburtstag hat, wurde 70 Jahre alt. Beide verbindet mehr, als am gleichen Tag Geburtstag zu haben.

Der Veranstaltungsraum war restlos ausgefüllt. Da hatten die Helfer mal wieder eine logistische Meisterleistung vollbracht.

Hinweis:

 

Die RotFuchs-veranstaltung wurde von rock-tv aufgezeichnet und ist jetzt aktuell zu hören und ab 30.04.2018 auch zu sehen, in der Mediathek.

https://deref-web-02.de/mail/client/3lCkDejdddI/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fmmv-mediathek.de%2Fsendungen%2F638-radio-reutershagen.html

Guten Tag,
der erste Sendetermin der Rostocker Rotfuchsveranstaltung "China – wie
ich es sehe - Egon Krenz spricht zu seinem gleichnamigen Buch" steht nun
fest.
Am heutigen Montag (23.04.2018) wird die Vorlesung ab 20.00 Uhr
auf der Internetradio-Station "Radio Reutershagen" unter

http://laut.fm/reutershagen

zu hören sein.

Nicht wie man dem Bild vielleicht entnehmen könnte, sprach Egon Krenz durch "die Blume", sondern so wie ihn viele kennen, waren seine Aussagen stets klar und deutlich, für alle unmissverständlich.

Immer wieder wurde auch mit konstruktiver Selbstkritik über begannene Fehler aus der Vergannenheit ebenso wenig gespart, wie mit der Kritik an den aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse.

Mit großem Interesse, haben die über 80 Gäste im Bistro des Mehrgenerationenhauses in Evershagen, den Ausführungen von Egon Krenz verfolgt.

Die Gäste hatten bereits unmittelbar vor dem Tagungstisch des Referenten Platz genommen.

Es gab zahlreiche interessante Fragen, dass diese Bildungsveranstaltung noch gut doppelt solange hätte fortgesetzt hätte werden können.

Bericht zur Rotfuchs-Veranstaltung am 19.  April  2018

von Carsten Hanke

 

 

Die RotFuchs-Bildungsveranstaltung des Monats April 2018 war in vieler Hinsicht schon eine besondere Bildungsveranstaltung. Die Organisatoren hatten es fertig gebracht, dass die über 80 Gäste dieser Veranstaltung im Bistro des Mehrgenerationenhaus beiwohnen konnten. Spriwörtlich bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz und zweier Rollstühlplätze war jeder Zentimeter ausgenutzt worden. Es war nicht nur das interessante Thema „China - wie ich es sehe“ sondern vor allem der Referent Egon Krenz, unser ehemaliger Staatsratsvorsitzender der DDR, der für diesen Besucherandrang sorgte. Man kann es vorweg bereits feststellen, die Gäste wurden nicht enttäuscht!

 

Bevor unser Referent Egon Krenz das Wort erhielt, bat der Regionalvorsitzende des RotFuchs Rostock, Carsten Hanke, die TeilnehmerInnen, sich von den Plätzen zu erheben und dem in der Nacht zum 19.4.2018 verstorbenen RotFuchsmitglied und vielfachen Buchautor Bernd Fischer zu gedenken.

 

Es folgte eine ausführliche Buchlesung, der vorangehend Egon Krenz ein Gedicht vom Puschkin aus dem Jahr 1831 verlas, dass heute noch aktueller denn je ist.

Dabei ging es inhaltlich um das „Problem Russland“, was damals wie heute einige Nachbarländer zu einem Konflikt hochspielen. In diesem Zusammenhang kritisierte Egon Krenz die Nachrichtenpolitik der westlichen Länder, die mit Wahrheiten, Halbwahrheiten und vielen Lügen, keine ausgewogene Berichterstattung leisten. Zu Recht werden die Fragen gestellt „Wem dient? Wem nützt ?“ solch eine Berichterstattung. Es folgte eine längere Passage aus seinem Buch. Es war schon sehr beeindruckend zu erleben, mit welchen intensiven Emotionen der Referent aus seinem Buch vorlas. Es schien so, als ob gerade Geschehenis erzählt werden würde und das bei eine Ruhe bei über 80 Gästen, dass man annehmen könnte, der Raum sei menschenleer.

 

In seinem Buch platzierte Egon Krenz sehr gekonnt zahlreiche Zitate von politischen Zeitgenossen aus der Vergangenheit zum jeweiligen Thema. Im Zusammenhang mit einer guten Nachbarschaft zu Russland wurde ebenso Bismarck mit den Worten zitiert: “Deutschland ging es immer am besten, wenn es gute Beziehungen zu Russland hatte“. Das dieses derzeit nicht der Fall ist, kommentierte Egon Krenz in seinem Buch mit der Bemerkung, dass Willi Brandt sich bei der Politik des aktuellen Außenministers im „Grabe umdrehen würde“.

 

 

Nach diesem einleitenden Teil der Bildungsveranstaltung folgte eine Flut von Fakten über China, die die meisten Gästen so noch nie gehört haben dürften. Egon Krenz stimmte z.B. einer Leserzuschrift zu, die er dort erwähnte, dass dieses ein „Bekenntnisbuch“ zu China`s Entwicklung ist.

 

Dass China trotz seiner enormen wirtschaftlichen Entwicklung viel für die Umwelt tut, wird u.a. auch darin belegt, dass vor Jahren noch 58 Tage pro Jahr in Peking Smogalarm ausgerufen wurde, jetzt sind es noch 23 Tage im Jahr. Dieses Ziel wurde auch erreicht, indem 1 Million Elektroautos in China fahren. Ein Fakt, der in Europa noch lange nicht erreicht ist.

Der vom Westen aus mit aller Intensität praktizierte Antikommunismus gegen China, der sich vornehmlich gegen den starken Einfluss der KP Chinas richtet, wurde ebenso thematisiert, wie die großen Schulden der USA, die sie bei den Chinesen haben.

 

Wie der sprichwörtlich „rote Faden“ wurde die vielfach gestellte Frage im Buch behandelt, ob China ein sozialistisches Land ist bzw. welcher Typ Sozialismus das Land charaktersiert.

Diese selbst unter Linken und Kommunisten vielfach gestellte Frage wird für so manchen Leser nicht befriedigt genug beantwortet. Gerade das hat der Buchautor Egon Krenz auch bei seiner Einleitung nicht beabsichtig, da er für diese Beantwortung der Frage, trotz vieler Reisen in das Land, es zu wenig kennt, um abschließend diese Frage  beantworten zu können. Dennoch gilt seine ganze Sympathie, diesem Sozialismusversuch viel Erfolg zu wünschen.

 

Die Chinesen selbst vertreten die Auffassung, dass jedes Land seine spezifische Entwicklung im Aufbau des Sozialismus gehen muss und in China ist es der „Sozialismus chinesischer Prägung“. Die Chinesen lassen sich dabei von 4 unverrückbaren Kriterien leiten.

  1. Festhalten am Sozialismus
  2. Festhalten an der Diktatur des Volkes
  3. Festhalten an der führenden Rolle der KP Chinas
  4. Festhalten an der Historie Chinas und an MaoTsetong

 

Diese Entwicklung von China ist auch deshalb so beeindruckend, weil die Bruttoinlandsproduktion mit 6,8 % Wachstum führend im Weltmaßstab ist. Die derzeitige Entwicklung macht auch deutlich, dass der Kapitalismus nicht die letzte Entwicklungsstufe der Gesellschaft ist.

Schon der Philosoph  Hegel stellte fest: „Die Weltgeschichte geht von Osten nach Westen“.

Aus dem Bericht des Parteitages der KPChina`s geht hervor, dass 800 Millionen Menschen in China aus der Armut geholt worden sind, gut verpflegt sind und sich kleiden können. In der Neujahrsansprache des Präsidenten China`s wurde u.a. berichtet, dass 3,4 Millionen Menschen in China eine Wohnung erhalten haben.

 

In der anschließenden Diskussion wurde neben Fragen zur Arbeitslosigkeit (beträgt 5%-6%) in China, auch die Beziehung zu Russland (diese ist jetzt besser als zu UdSSR-Zeiten) thematisiert. Des Weiteren wurden die Probleme behandelt, wie das Verhältnis China - Vietnam, die gesamte Außenpolitik Chinas (inkl. zu Nordkorea), die 26 Verfassungsänderungen, China`s wirken in Afrika, Bildungsfragen in China uvm.

 

Nicht nur der Vortrag von Egon Krenz war für die anwesenden Gäste sehr informativ, sondern auch die Beantwortung der zahlreichen Fragen in der Diskussion waren nicht nur ein Indiz dafür, dass mit Egon Krenz hier ein „Kenner zu China“ referierte, sondern auch ein Marxist, der in dialektischen Zusammenhängen die gesellschaftliche Entwicklung Chinas selbst, aber auch die weltpolitischen Ereignisse bewertet.

 

 

 

 

 

 

Dieses Gedicht schrieb Puschkin am 16. August 1831 als Reaktion auf die massive Kampagne in Frankreich

- Auszug -

„Den Verleumdern Russlands“

 

O schweigt! Für Euch sind nicht geschrieben
Die blut’gen Tafeln der Geschichte,
Ihr seid dem Streite fremd geblieben
Und unbefähigt zum Gerichte!
Für Euch sind Kremlin, Praga stumm,
Nach neuem Kampf seht Ihr Euch um —
Tollkühnes Wagen ist Euch Lust,
Haß gegen uns füllt Eure Brust…

Warum? Weil wir auf den Ruinen
Im Flammenmeer von Moskaus Brande,
Uns widersetzten dem zu dienen,
Der Euch in Knechtschaft schlug und Bande?
Weil wir ihn in den Abgrund zwangen,
Ihn, der die Welt gedrückt mit seinem Heere,
Weil wir mit unserm Blut errangen
Europa’s Freiheit, Frieden, Ehre?

Vom Vorsitzenden der Regionalgruppe Rostock des RotFuchs Förderverein e.V. Rostock, Carsten Hanke wurde unseren Gast und Freund Egon Krenz solch ein RotFuchs - Bier und dazu ein paar Bierdeckel von Karl Marx, Friedrich Engels und Lenin mit einem kleinen Talisman als RotFuchs als eine kleinere Erinnerung an diese sehr gelungene Bildungsverstaltung überreicht.

Dieses ROTFUCHS - Bier wird in der Trotzenburg, einer Gaststätte in Rostock in unmittelbarer Nähe des Zoo`s von März bis Mai gebraut. Es schmeckt hervoragend und war deshalb auch schon wieder Mitte April ausverkauft. Die Gaststätte braut immer Saison Bier, wie ab Mai den Maibock, oder das Bier " Wildsau", "Frechdachs" usw.

Hinweis:

Auf der aktuellen Seite der Internetplatform "sputnik news", ist diese wichtige Information, passend zu unserer Veranstaltung, die auch in Berlin in der "jungen Welt- Ladengalerie" stattfand nachlesbar.

 

 

 

 

 

„Tragischer Rückschritt“: Egon Krenz über deutsche Politik gegen Russland

© Sputnik / Tilo Gräser

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Politik

09:00 29.04.2018Zum Kurzlink

Tilo Gräser

181567

Der letzte DDR-Staats- und Parteichef Egon Krenz warnt vor den Folgen der aktuellen bundesdeutschen Politik gegenüber Russland. Diesem gegenüber hat Deutschland eine besondere deutsche Verantwortung, wie Krenz im Interview mit Sputnik erklärte. Zuvor hat er sein neues Buch „China – wie ich es sehe“ vorgestellt.

Im Interview nach der Buchvorstellung am Donnerstag in Berlin ging Egon Krenz auch auf die Rolle des Westens im Kalten Krieg und heute gegenüber der damaligen Sowjetunion und dem heutigen Russland ein. Er (Jahrgang 1937) war im Herbst 1989 kurze Zeit Nachfolger von Erich Honecker nach dessen Rücktritt als SED-Generalsekretär und DDR-Staatsratsvorsitzender.

Nach dem ersten Teil des Interviews, in dem es vor allem um China geht, folgt hier der zweite Teil, in dem sich Krenz vor allem zu den Beziehungen zu Russland äußert.

Sie haben bei der Buchvorstellung erwähnt, dass der Westen sich als Sieger des Kalten Krieges gesehen hat, ohne Bereitschaft, aus den Fehlern der anderen Seite zu lernen. Sie haben erwähnt, dass die Chinesen sehr genau geschaut haben, was da beim Untergang des staatlichen Sozialismus auf europäischem Boden passiert ist. Haben sie die richtigen Lehren gezogen?

Ich denke, sie sind dabei, das zu tun. Man kann immer alles noch viel besser machen … Aber wenn Sie schon vom Ende des Kalten Krieges reden, lassen Sie mich etwas zur Russischen Föderation sagen. Ich war 1989 SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender, als Gorbatschow sich vorbereitete, zu dem Gipfeltreffen mit Bush dem Älteren nach Malta zu reisen. Er hatte mir dazu am 24. November 1989 eine Botschaft geschickt, in der er mitteilte, dass er vorhat, dort das Ende des Kalten Krieges zu erklären.

© AFP 2018 / PATRIK STOLLARZ

„Weltkriegsgefahr steigt und deutsche Truppen zielen auf Russland“ – Historiker warnt

Da habe ich mir schon die Frage gestellt: Wozu? Denn der Kalte Krieg war noch voll im Gange. Er war durchaus nicht zu Ende. Natürlich war das auch eine Frage für die Existenz der DDR. Denn die DDR war ein Kind des Kalten Kriegs, unter anderem – sie war ein Ergebnis des Zweiten Weltkrieges, aber auch ein Kind des Kalten Krieges. Wer den Kalten Krieg für beendet erklärt, muss sich natürlich die Frage stellen lassen: Was wird aus der DDR?

Gorbatschow hat bei Malta auf dem US-Kreuzer das Ende des Kalten Krieges erklärt, und daraufhin hat George Bush der Ältere sich zum Sieger des Kalten Krieges erklärt – und im Grunde genommen damit eine Erklärung abgegeben, dass der Kalte Krieg weitergeht. Das konnte damals die Sowjetunion und später die Russische Föderation nicht auf sich sitzen lassen. Ich denke, die Leute, die reden, wir sollen nicht in einen neuen Kalten Krieg verfallen, vergessen, dass der Kalte Krieg nie zu Ende war. Die aktuelle Situation, das deutsche Verhältnis – nicht der Deutschen, das ist sehr unterschiedlich, aber der offiziellen deutschen Politik – zu Russland, das ist tragisch, dass sich das so entwickelt hat.

>>Andere Sputnik-Artikel: Russische C-Waffen-Enthüllung in Den Haag: „USA rieten Partnern vom Kommen ab“

Und dass der neue Außenminister das noch verschärft, empfinde ich persönlich als einen großen Rückschritt zurück zur Politik vor der Ostpolitik in den 1970er Jahren. Denn in der neuen Ostpolitik, dem Moskauer Vertrag und allem, was damit zusammenhängt, hat die damalige Sowjetunion eine ganz entscheidende Rolle gespielt. Wenn man diese Rolle dem neuen Russland nicht zugesteht, dann vergisst man die Lehren der Geschichte. Ich glaube, da würde Willy Brandt sich im Grabe umdrehen, wenn er hörte, was der neue deutsche Außenminister über Russland und die Politik der Deutschen gegenüber Russland sagt.

Warum sehen Sie die aktuelle Entwicklung als großen Rückschritt?

Ein früherer Mitarbeiter der sowjetischen Botschaft, der für Jugendfragen zuständig war und jetzt in Belorussland arbeitet, hat mir ein Gedicht in russischer Sprache geschickt. Mit einem Freund, er war Direktor im Eisenhüttenkombinat Ost, hat in Moskau studiert und ist ein sehr guter Kenner der russischen Literatur, habe ich ein paar Zeilen daraus übersetzt. Das Gedicht trägt die Überschrift: „An die Verleumder Russlands“. Darin heißt es: „Hass gegen uns füllt eure Brust. Was flucht und droht Ihr dem heiligen Russland? Wofür eigentlich hasst Ihr uns?“ Der Dichter antwortet: „Etwa dafür, dass wir auf den rauchenden Trümmern Moskaus den frechen Willen des Eroberers nicht anerkannten? Jenen Willen, vor dem Ihr gezittert habt? Und der Euch den Untergang brachte? Dafür etwa, dass wir mit unserem Blut die Freiheit und die Ehre Europas und der Welt erkauft haben?“ Jetzt frage ich Sie mal, ob Sie sich vorstellen können, von wem dieses Gedicht stammt?

Ich hätte jetzt auf Jewtuschenko getippt.

Es stammt aus dem Jahre 1831 und ist von dem russischen Nationaldichter Alexander Sergejewitsch Puschkin. Das heißt, die Frage, die heute an aktuellen Dingen aufgehängt wird, ist alt, sehr alt. Bismarck hat mal gesagt: „Deutschland ging es immer am besten, wenn es gute Beziehungen zu Russland hat.“ Das ist es, was mir so leidtut, dass diese Beziehungen auch durch die deutsche Außenpolitik in Gefahr gebracht werden.

© Foto: Nord Stream 2/Axel Schmidt

Bei Trump zu Gast: Was Merkel für Nord Stream 2 opfern muss

Ich habe mir lang überlegt, ab welchem Zeitpunkt die ganze sogenannte freie Welt, also Nato und EU und so weiter, angefangen hat, eine konzentrierte Hetze gegen die Russische Föderation zu betreiben. Namentlich gegen Putin, der 2001 vor dem Bundestag in einwandfreiem Deutsch gesprochen hat und um gute Beziehungen zwischen Deutschland und Russland geradezu gebettelt hat. Die Hetze begann, nachdem Putin gesagt hat: Der Untergang der Sowjetunion sei eine globalpolitische Katastrophe am Ende des 20. Jahrhunderts. Das ist aus der Sicht des Westens natürlich eine Sünde, weil er damit die Zerstörung eines Weltreiches kritisch anspricht. Und zwar eines Weltreiches, das den zweiten Weltkrieg gewonnen hat.

Wenn die Deutschen die Beziehungen zu Israel auf einen besonderen Platz stellen, dann sage ich, das ist in Ordnung. Aber diesen besonderen Platz hat auch Russland verdient, mit 28 Millionen Toten. Wenn man die sechs Millionen Juden nimmt, die ermordet worden sind, dann muss man sagen, darunter sind viele russische, belorussische, ukrainische – also viele Juden aus der ehemaligen Sowjetunion.

>>Andere Sputnik-Artikel: Merkel und Macron bei Trump – was bekommen andere von dieser Dreiecks-Partnerschaft

Das heißt, die deutsche Außenpolitik hat eine Verpflichtung, die auch gegenüber den Opfern des Faschismus eine Rolle spielt. Das wird heute alles ein bisschen weggewischt. Diese unterschiedliche Behandlung halte ich nicht für gut. Ich habe in Moskau studiert, habe dort oft Familien besucht, und habe festgestellt, der 22. Juni 1941 war ein besonderer Tag des Erinnerns in den Familien. Denn fast jeder hat in der Familie irgendeinen Menschen verloren. Es gab damals eine Übereinkunft in der Gesellschaft zwischen Führung und Menschen: Nie wieder sollen deutsche Soldaten, sollen deutsche Truppen so eng an der russischen Grenze stehen wie damals 1941. Und jetzt stehen deutsche Truppen an der russischen Grenze. Das ist gegen die ganze innere Einstellung vieler Russen, wie sie ihre eigene Geschichte erlebt haben. In Deutschland ist es notwendig, eine Wende, eine wirkliche Wende herbeizuführen, um gute Beziehungen – nicht kritiklose Beziehungen, darum geht es gar nicht, aber gute Beziehungen – zu Russland zu haben.

Egon Krenz: „China – Wie ich es sehe“; Verlag edition ost 2018

155 Seiten, broschiert; ISBN 978-3-360-01885-4; 12,99 Euro

Lesen Sie hier Teil 1 des Interviews mit Egon Krenz über China

Das komplette Interview mit Egon Krenz zum Nachhören:

https://soundcloud.com/sna-radio/egon-krenz-uber-china-als-chance-fur-realen-sozialismus

Egon Krenz: China als Chance für die Welt – und für realen Sozialismus

© AP Photo / Andy Wong

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Politik

09:00 28.04.2018(aktualisiert 14:31 28.04.2018) Zum Kurzlink

Tilo Gräser

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„China – Wie ich es sehe“ ist der Titel eines Buches, das der letzte DDR-Partei- und Staatschef Egon Krenz kürzlich im Verlag „edition ost“ veröffentlicht hat. Darin widerspricht er dem medial und politisch vermittelten China-Bild in der Bundesrepublik. Krenz hat das Buch am Donnerstag in Berlin vorgestellt. Danach hat Sputnik mit ihm gesprochen.

China liefert ein Beispiel, wie gesellschaftliche Probleme so gelöst werden können, dass alle Bürger etwas davon haben. Das hat Egon Krenz (Jahrgang 1937), letzter SED-Generalsekretär und DDR-Staatsratsvorsitzender, in einem Interview am Mittwoch in Berlin erklärt. Er stellte in der Ladengalerie der Tageszeitung „junge Welt“ sein neues Buch „China – Wie ich es sehe“ vor. Darin berichtet er von seinen insgesamt sechs Besuchen im „Reich der Mitte“ und seinen Eindrücken.

Mit dem Buch wendet er sich gegen die herkömmliche Darstellung Chinas in deutschen Medien. Diese seien immer noch antikommunistisch eingestellt und würden deshalb kein realitätsgerechtes Bild der chinesischen Entwicklung wiedergeben, so Krenz. Er machte das an verschiedenen konkreten Beispielen deutlich. Und: China wolle nicht die Weltherrschaft, wie ihm im Westen unterstellt wird. Es wolle dagegen in Zusammenarbeit mit den anderen Staaten die gemeinsamen weltweiten Probleme lösen, zum Nutzen aller.

Nach der Buchvorstellung hat Sputnik bei ihm nachgefragt:

Herr Krenz, wie oft waren Sie in China? Und wie sehen Sie China?

© REUTERS / Aly Song

Handelsstreit mit China: „Dies könnte sehr ernsthafte Folgen für die USA haben“

Insgesamt war ich sechs Mal in China. 1989, zum 40. Jahrestag der Volksrepublik, habe ich die offizielle Staatsdelegation der DDR geleitet. Damals hatte ich sehr interessante Gespräche mit Jang Zemin und Deng Xiaoping. Jang Zemin zitierte frei aus dem Kopf in deutscher Sprache die letzten Worte von Goethes Faust, als ich in sein Büro kam. Er erinnerte sich daran, dass er als Minister einmal Weimar besucht hatte und war angetan von dem Antifaschismus der DDR. Er hat darauf hingewiesen, wie unterschiedlich Traditionen sein können, gerade in Weimar, der Stadt der Klassik mit Goethe und Schiller, und andererseits Buchenwald – die Barbarei des Faschismus.

Nach der sogenannten Wende und meiner Haftentlassung 2003 bin ich inzwischen einige Male in China gewesen, meist auf Einladung der Akademie für Gesellschaftswissenschaften, einmal vom Institut für strategische Forschungen. Natürlich wollten die chinesischen Freunde vor allem wissen, wie ich den Untergang der Sowjetunion bewerte. Und welche Fehler dazu geführt haben, dass es die DDR nicht mehr gibt. Ich habe das Gefühl, dass die chinesische Führung, die chinesische Kommunistische Partei und die verschiedenen Institutionen sehr gründlich darüber nachdenken, was man aus dem Untergang der UdSSR lernen kann.

Wie sehen Sie China heute, so wie Sie es kennengelernt haben?

Ich sehe China vor allem als ein sozialistisches Land. Oder besser gesagt: als ein sozialistisches Land, das auf dem Wege ist, den Sozialismus aufzubauen. Ich war im Lande, als der 19. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas stattgefunden hat (Herbst 2017 – Anm. d. Red.), und konnte so die weitreichende Programmatik der Partei kennenlernen. Sie haben sich das Ziel gestellt, bis zum Jahr 2049, dem 100. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik, ein starkes sozialistisches Land zu sein, in dem die Menschen gern leben und es den Menschen gut geht. Dieses Ziel finde ich großartig. Ich empfinde die ganze Entwicklung in der chinesischen Volksrepublik als Beweis dafür, dass der Untergang der Sowjetunion 1991 noch nicht das Ende des real existierenden Sozialismus gewesen ist.

© AP Photo / David Goldman

Chinas Bericht zu Menschenrechtsverletzungen in USA: „Absurdität und Irrtümer“

Die damalige Rechnung „Der Sozialismus ist kaputt, Jesus lebt und der Kapitalismus ist das Endziel der Geschichte“ ist ohne die Volksrepublik China gemacht worden. Für mich ist China eine Hoffnung. Ich denke, im 21. Jahrhundert wird keiner umhinkommen, auf China Rücksicht zu nehmen. Ich freue mich persönlich sehr, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und der Volksrepublik China gibt. Die Zusammenarbeit von China und Russland auch im Uno-Sicherheitsrat gibt sehr starke Impulse für die Erhaltung des Friedens. Ich werde von mir aus weiterhin die Entwicklung in der Volksrepublik verfolgen und glaube sehr daran, dass das ein erfolgreiches sozialistisches Aufbauwerk ist.

Sie haben eine andere als die übliche westliche Sicht auf die Entwicklung in China. Wie würden Sie diesen Unterschied sehen? Wie beurteilen Sie die westliche, vor allem Mainstream-Medien-Darstellung der Entwicklung in China?

Für die Beurteilung Chinas, wie auch die nachträgliche Beurteilung der DDR, gibt es ein Erklärungsmuster im Westen: Das ist der Antikommunismus. Und nicht nur Antikommunismus. Es ist auch die Entstellung von Fakten. Das China, das ich erlebe, ist ein ganz anderes als das, worüber hier in den Medien berichtet wird. Und es ist immer wieder der Versuch, sich selber zu erhöhen, indem man andere erniedrigt. Ich finde die Sicht, die Deutschland auf China hat, nachteilig für Deutschland. Deutschland nimmt sich selber die Möglichkeit, Erfahrungen aus China für seine eigene Entwicklung zu bedenken.

Sie werden immer wieder konfrontiert mit Ihrem Besuch 1989 in China, in Peking – das wird immer in Verbindung gesetzt mit den damaligen Ereignissen auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Ihnen wird nachgesagt, Sie hätten für die DDR quasi eine „chinesische Lösung“ für möglich gehalten. Was sagen Sie jemandem wie mir, der Sie daran erinnert?

© AP Photo / Jacquelyn Martin/Pool

US-Experten besorgt: Chinas „soft power“ bedroht die Weltordnung

Ich war am 1. Oktober 1989 zum 40. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik in Peking. Ich habe damals die Staatsdelegation der DDR geleitet. Dieser Besuch war begleitet von einer Kampagne der bundesdeutschen Medien gegen mich, dass ich angeblich mit einer Gewaltlösung für die DDR gedroht hätte. Dagegen habe ich geklagt, und die Fakten sprachen für mich. Das Landgericht Hannover hat einen Beschluss gefasst und diese Äußerungen, die gegen mich getätigt waren, als ehrverletzend bezeichnet. Im Übrigen hat es damals in der Volksrepublik China wie auch später nie Gespräche darüber gegeben, wie man Gewalt anwendet – sondern eher darüber, wie man Gewalt verhindern kann.

Sie haben vorhin in der Buchvorstellung erwähnt, dass das Ihnen gegenüber in Peking so gesagt wurde.

Ja, als ich in Peking war, haben wir Gespräche geführt, wie man den Sozialismus gestalten kann, nicht wie man Gewalt gegen das Volk führt.

Wie sehen Sie die Idee des Sozialismus in der heutigen Zeit? China ist ein Beispiel, dass es die Versuche gibt, das weiter zu gestalten. Wie sehen Sie die Chancen angesichts der globalen, internationalen Entwicklung?

Das ist ein Prozess. Ich denke, jene, die den Sozialismus wollen, sollten sich nie missbrauchen lassen gegen Staaten, die das sozialistische Ziel haben. Neben China gibt es Entwicklungen in Vietnam, in Laos, auf Kuba, und natürlich auch Anstrengungen in Venezuela, einen anderen Weg zu gehen. Die Anstrengungen, die sozialistische Idee am Leben zu erhalten, sind vielfältig. Ich gebe das Ideal des Sozialismus nicht auf. Die Idee des Sozialismus ist genauso schlecht totzukriegen wie die Idee des Christentums, die ja nun über 2000 Jahre alt ist und trotzdem immer wieder lebendig wird, obwohl es Kämpfe gegeben hat und obwohl es auch Verbrechen gegeben hat. Aber die Ideale der Menschen sind eben stark. Ich glaube, dass der Kapitalismus nicht das letzte Wort der Geschichte ist, sondern dass der Sozialismus eine Chance hat. Wann und wie – das ist eine ganz andere Sache.

Dieses Jahr wird in verschiedenster Weise der 200. Geburtstag von Karl Marx begangen. Ich habe vor kurzem wieder dieses Plakat gesehen, das in der Endzeit der DDR auftauchte und wo unter Marx sinngemäß steht: „Entschuldigt, Genossen, das war ein Irrtum“. Wie sehen Sie das?

© REUTERS / Stringer

„Die Welt leistet Widerstand“ – Petroyuan als Anfang vom Ende des Dollars?

Ich denke, das ist das Plakat, wo steht: „Es war halt nur so eine Idee.“ Ich finde, Marx ist wieder aktuell. Selbst bürgerliche Ökonomen kommen nicht umhin, sich mit dem „Kapital“ zu beschäftigen. Ich habe bei Intellektuellen gelesen, das kommunistische Manifest sei hervorragende Prosa. Also Marx ist nicht totzukriegen, Engels auch nicht – und ich glaube, auch Lenin nicht.

Ich sage immer: Man kann nicht Marx, nicht Engels und auch nicht Lenin dafür verantwortlich machen, dass die nachfolgenden Generationen es nicht geschafft haben, ihre Werke ins Leben umzusetzen. Kein Mathematiker käme auf die Idee, der Mathematik die Schuld zu geben, wenn er sich verrechnet hat. Wenn wir uns geirrt haben, dann kann man nicht Marx die Verantwortung dafür geben. Im Gegenteil: Ich finde, der 200. Geburtstag sollte Anlass sein, Marx wirklich zu lesen. Ich bemängele, dass man viel über Marx liest, aber leider zu wenig Marx selbst.

Egon Krenz: „China – Wie ich es sehe“; Verlag edition ost 2018

155 Seiten, broschiert; ISBN 978-3-360-01885-4; 12,99 Euro

 

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                         1. Mai

 "Internationaler Kampf - und Feiertag der Werktätigen"

Die Regionalgruppe des RotFuchs Förderverein e.V. Rostock, war wie all die Jahre zuvor auch schon, erneut mit einem Info-Stand auf dem Kastanienplatz in Rostock vertreten.

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                                      Förderverein e. V.    Regionalgruppe  Rostock

                        Einladung

 zu unserer Bildungsveranstaltung begrüßen wir

         Wolfgang Gehrcke

     (langjähriger außenpolitischer Sprecher der   

      Bundestagsfraktion der Partei Die Linke.)       

      

                          zum Thema:

   „Statt Eiszeit Tauwetter, Deutschland     

     braucht eine andere Russlandpolitik!

                 (Podiumsdiskussion)

          Donnerstag, den 3.Mai 2018  

                    Beginn: 16.00 Uhr 

                   Eintritt: frei            

            - Mehrgenerationenhaus -  Evershagen (MGH) –

                   Maxim-Gorki-Str. 52, 18106 Rostock

-Wir bitten zur Absicherung der Veranstaltung um eine Spende-

Regionalgruppe Rostock des „RotFuchs“-Fördervereins e. V.

 

                        -Der Vorstand -

Am Vorabend des 200. Geburtstag von Karl Marx hat die Regionalgruppe des RotFuchs Rostock entsprechend ihr Festgewand angelegt.

Bericht zur Rotfuchs-Veranstaltung am 03. Mai  2018

von Carsten Hanke

 

Zu der Bildungsveranstaltung im Mai 2018 konnte der Regionalvorsitzende der Rostocker RotFüchse einen sehr vertrauten Gast begrüßen, der bereits mehrfach in Rostock und Bad Doberan beim Rotfuchs aufgetreten ist, den ehemals langjährigen Bundestagsabgeordneten Wolfgang Gehrcke. Erstmals wurde ein Referat beim RotFuchs Rostock, durch zwei Referenten abwechselnd gehalten. Dazu wurde ebenso herzlich wie Wolfgang auch seine Ehefrau Christiane Reymann begrüßt, die, wie sich sehr schnell herausstellte, ebenso viel Hintergrundwissen zur Ostpolitik und hier im speziellen zu Russland besitzt wie ihr Mann.

 

So stellte Christiane auch gleich zum Anfang ihrer Ausführungen fest, dass die Hetze gegen Russland in letzter Zeit ein bisher nie dagewesenes Ausmaß angenommen hat und belegte das mit zahlreichen Fakten. Im Gegenzug verwies sie auf jene historische Fakten, dass Putin der Präsident Russlands in seiner Rede im Bundestag auf ein Angebot der friedlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Nachbarn verwies, dass ebenso für Europa insgesamt galt. Seine Rede war inhaltlich auch deshalb beachtlich, weil Putin mit seinem Politikangebot nicht nur westorientiert war, er erwog in der Perspektive sogar einen Nato-Beitritt. Diese Rede im Bundestag war eine besondere Form, weil bisher noch nie ein Präsident eines anderen Landes in deutscher Sprache seine Rede im Bundestag hielt.

 

Die vom Westen praktizierte Politik ging und geht bis heute auf diese Angebote nicht ein, im Gegenteil, da die Nato-Truppen jetzt bis an die Grenzen von Russland mit einem Raketenabwehrsystem stationiert sind. Das stellt nicht nur ein Bedrohungsszenario für Russland dar, sondern verstößt auch gegen die 2+4-Gespräche Anfang der 1990er Jahre und die zahlreichen Gesprächsprotokolle zwischen Vertretern der USA – Russland – BRD – Frankreich - England, in denen zugesichert worden ist, dass es keine Osterweiterung der Nato geben wird.

 

In den Ausführungen von Wolfgang Gehrcke wurde auf Grund der zahlreichen beigefügten Fakten für die anwesenden Gäste deutlich, dass bei dem völkerrechtswidrigen Angriff im April auf Syrien durch die USA – Frankreich – England, es quasi 5 Minuten vor einem Weltkrieg war. Dass diese extrem gefährliche Situation auf einen angeblich durch Syriens Machthaber Assad verübten Giftgasanschlag als Abschreckung seine Berechtigung erfahren sollte, ist nicht nur absurd sondern auch in keinster Weise gerechtfertigt. Zum einen ist es bis heute nicht bewiesen worden, wer überhaupt diesen Anschlag verübt hat, noch ist dieser Angriff durch diese Nato-Länder völkerrechtswidrig, was selbst der wissenschaftliche Rat des Bundestages bestätigte. Man kann von Glück reden, dass Russland auf diesen Vorfall so besonnen reagiert hat.

In dem folgenden Vortrag wie auch in der Diskussion im Anschluss wurde immer wieder deutlich, dass hier die westliche Staatengemeinschaft in Syrien eine extrem wichtige geopolitische Schlüsselstellung sehen, womit man großen Einfluss auf den gesamten arabischen Raum, das Mittelmeer und auch auf Afrika selbst hat.

 

Es wurde auch deutlich, dass es neben dem dringend notwendigen friedlichen Aspekt vor allem die BRD den wirtschaftlichen Aspekt zu Russland im Blickpunkt haben sollte und das nicht nur aufgrund seiner örtlichen Nähe, sondern um sich auch von der Abhängigkeit zur USA-Aggressionspolitik zu lösen. Dass dabei über 80% der BRD-Bevölkerung ein friedliches Zusammenleben mit Russland wünschen, sollte die Bundesregierung endlich berücksichtigen.

 

Beide Referenten machten deutlich, dass sie sich als Russlandversteher bezeichnen und dennoch sehr kritisch einige Entwicklungen und Geschehnisse in Russland bewerten. Es bleibt aber stets dabei, Russlands Bemühungen für eine Konfliktlösung positiv zu bewerten und zu unterstützen. Hierzu passte auch die Anmerkung eines Gastes, dass eine unabhängige Kommission in Südkorea Putin für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat.

 

Eine sehr interessante Veranstaltung zur aktuellen Problematik ging leider viel zu schnell zu Ende.

Christiane Reymann eröffenete mit Ihrem Referat und Wolfgang Gehrcke ergänzte mit Berichten aus seiner praktischen politischen Arbeit im Bundestag. Beide Referenten machten deutlich mit welchen fatalen Folgen eine verfehlte Russlandpolitik- wie sie jetzt von der BRD, Europa, der USA und Nato praktiziert wird, für die Bevölkerung in Russland und Europa bereits jetzt haben.

Mit belegbaren Fakten, wie z.B. Falschmeldungen über Giftgasanschlag in Syrien und der enormen Aufrüstung der Nato wurde die wachsende Kriegsgefahr den anwesenden Gästen anschaulich dargestellt.

Zahlreiche Gäste verfolgten die Ausführungen von Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann aufmerksam.

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Die Sprecherin der kommunistischen Plattform in der Linkspartei MV Waltraud Tegge, kündigte hier Prof.Dr. Anton Latzo (sitzend) herzlichst als Referent an, der am Tage des 200. Geburtstag von Karl Marx am 5.Mai 2018 in Stavenhagen zur Aktualität der Schriften von Marx sprach.

Als Gast nahmen einige RotFüchse aus  Passewalk, Neubrandenburg und Rostock teil.

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     8.Mai 2018 

"Tag der Befreiung vom Faschismus"

Bei sommerlichen Temperaturen hatte unter organisatorischer Leitung der VVN BdA Rostock auf dem Puschkinplatz, dem Ehrenmahl der gefallenen sowjetischen Soldaten bei der Befreiung Rostock, die würdevolle Gedenkveranstaltung zum 73.Jahrestag der Befreiung vom Faschismus stattgefunden.

Zahlreiche Vertreter von verschiedenen Organisationen, Parteien und Gewerkschaften waren wie die seit Jahrzehnten in Rostock lebenden Bürger aus den ehemaligen Republiken der Sowjetunion zu der Gedenkveranstaltung erschienen.

Unter Ihnen waren auch zahlreiche RotFuchsmitglieder.

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RotFuchs

                             Einladung

 zu unserer Bildungsveranstaltung begrüßen wir

            Dr. Peter Elz

   (Abteilungsleiter im Amt für Preise beim Ministerrat der DDR)     

                           zum Thema:

    Ein Plädoye für das Volkseigentum“

(Volkseigentum als Vorraussetzung für eine ausbeutungsfreie und sozial gerechte Gesellschaft für alle)

 

Donnerstag, den 21. Juni 2018  

Beginn: 17.00 Uhr 

Eintritt: frei         

Ort: Mehrgenerationenhaus -  Evershagen (MGH), Maxim-Gorki-Str. 52,

                                        18106 Rostock              

       -Wir bitten zur Absicherung der Veranstaltung um eine Spende-

 

                                                  - Der Vorstand –

 

Organisator:   Rotfuchs Förderverein e.V. Regionalgruppe Rostock,   Der RotFuchs Förderverein e.V. ist ein parteiunabhängiger bundesweiter Bildungsverein. Wir bekennen uns zu den Lehren von Karl Marx. Wir diskutieren über Themen aus der Geschichte und aktuellen Politik mit Experten aus linker Sicht.

                                                       und

 

  

                                                                  &

                                             

                             Rotfuchs Förderverein e.V. Regionalgruppe Rostock

 

 

Die weltweite Wiederkehr der sozialen Frage

Nach dem Ende der sozialistischen Länder Europas war vom "Ende der Geschichte" die Rede. Der Kapitalismus versprach Stabilität, Frieden und Wohlstand - in der DDR sogar "für alle". Daraus wurde nichts. An die Stelle sozialer und politischer Sicherheit sind bei vielen Armut per Hartz-IV-Gesetz und Existenzangst getreten, die soziale Ungleichheit nimmt Rekordausmaße an, Abbau von Demokratie und Rechtsstaat bewirken Chaos und Übergang zu autoritären. Statt einer Friedensdividende sah die Welt seit 1991 permanent verheerende Kriegen des Westens, die Einkreisung Russlands und Chinas, die Militarisierung der deutschen Außenpolitik und nun die Gefahr eines großen Krieges. Hintergrund ist die Unfähigkeit des gegenwärtigen Kapitalismus, die Überakkumulationskrise zu bewältigen. Sein Wohlstandsversprechen, seine stärkste Propagandawaffe gegen Arbeiterbewegung und realen Sozialismus, kann er nur für einige erfüllen. In vielen Köpfen setzt sich fest, dass Kapitalismus und Krieg, die eigene prekäre Lage und die Eigentumsverhältnisse etwas miteinander zu tun haben. Auf der Welt bildet sich ein Millionenheer von Niedriglohnbeschäftigten, die keine Schutzrechte genießen. Zeit, wieder über Sozialismus zu sprechen - wie Bernie Sanders in den USA, Jeremy Corbyn in Großbritannien oder Jean-Luc Mélenchon in Frankreich.

Vortrag und Diskussion mit Arnold Schölzel, Stellvertretender Chefredakteur der

Eine Veranstaltung der Rotfuchs-Regionalgruppe Rostock und der


Freitag, 6.7.2018, Beginn: 18 Uhr
Mehrgenerationenhaus Rostock-Evershagen, Maxim-Gorki-Str. 52, 18106 Rostock

                              

 

RotFuchs

                             Einladung

 zu unserer Bildungsveranstaltung begrüßen wir

   Prof. Dr. sc.techn. Reinhard Schiffel

                           zum Thema:

    Digitalisierung 4.0 – Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Bürger“

Donnerstag, den 12. Juli 2018  

Beginn: 17.00 Uhr 

Eintritt: frei          

Ort: Mehrgenerationenhaus -  Evershagen (MGH), Maxim-Gorki-Str. 52,

                                        18106 Rostock             

       -Wir bitten zur Absicherung der Veranstaltung um eine Spende-

 

                                    - Der Vorstand –

 

Organisator:   Rotfuchs Förderverein e.V. Regionalgruppe Rostock,   Der RotFuchs Förderverein e.V. ist ein parteiunabhängiger bundesweiter Bildungsverein. Wir bekennen uns zu den Lehren von Karl Marx. Wir diskutieren über Themen aus der Geschichte und aktuellen Politik mit Experten aus linker Sicht.

                              

 

RotFuchs

                             Einladung

 zu unserer Bildungsveranstaltung begrüßen wir

   Prof.Dr. Ekkehard Lieberam

         (anerkannter Staatsrechtler und vielfacher Publizist)     

                           zum Thema:

    Linke Politik als Klassenpolitik“

(Überlegungen nach dem Bundesparteitag Die Linke. in Leipzig 2018)

Donnerstag, den 27.September  2018  

Beginn: 16.00 Uhr 

Eintritt: frei         

Ort: Mehrgenerationenhaus -  Evershagen (MGH), Maxim-Gorki-Str. 52,

                                        18106 Rostock             

       -Wir bitten zur Absicherung der Veranstaltung um eine Spende-

 

                                            - Der Vorstand –

 

Organisator:   Rotfuchs Förderverein e.V. Regionalgruppe Rostock,   Der RotFuchs Förderverein e.V. ist ein parteiunabhängiger bundesweiter Bildungsverein. Wir bekennen uns zu den Lehren von Karl Marx. Wir diskutieren über Themen aus der Geschichte und aktuellen Politik mit Experten aus linker Sicht.

Hier finden Sie uns

Mail: hanke.lambrechtshagen@web.de
 

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